Unnötige Auflagen im Parc Adula

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Der Schweizerische Alpenclub (SAC) steht einem (Natur)-Park Adula nicht per se kritisch gegenüber. Er kritisiert nur die Einschränkungen des Alpinismus im Sommer und die unverhältnissmässigen Gebote. Es wird im Gebiet markierte Berg- und Wanderwege geben, die nicht mehr verlassen werden dürfen. Ferner wurden von den Parkverantwortlichen alpine Routen ausgeschieden, die noch begehbar bleiben müssten. Im Umkreis der Hütten sind sehr kleine Bereiche definiert, in denen man sich noch frei bewegen darf. Dies war einer der Gründe, wieso wir uns dafür eingesetzt haben, dass die Terrihütte aus der Kernzone ausgeschieden wurde.

Die alpinen Routen sind im Gelände nicht markiert, müssen also von den Bergsteigern selber gefunden werden. Alpinisten sind nicht Wilde, die sich kreuz und quer durchs Gelände bewegen. Wir bewegen uns sorgfältig auf möglichst sicheren Routen, ohne Schaden an der Natur anzurichten. Ferner sind im Sommer die Störungen der Wildtiere kaum ein Problem. Grosse Teile der Kernzone sind schon heute geschützt, da sie sich im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) und in Jagdbanngebiet befinden.

Bis letztes Jahr wurde der SAC im Glauben gelassen, dass alle unsere in den Alpinführern beschriebenen Routen weiterhin begehbar bleiben. Dann plötzlich lag eine neue Karte vor, die grosse Einschränkungen beinhaltete. Die nachfolgenden Verhandlungen gestalteten sich sehr harzig und ergaben, dass nur wenige gestrichene Routen wieder aufgenommen wurden. Die in der Charta aufliegende Sommerkarte enthält heute knapp 50 Prozent der in der Kernzone möglichen alpinen Routen. Es ist unnötig, im Sommer Routen einzuschränken, weil die Natur keinen Schaden nimmt und nur wenige Bergsteiger auf diesen unterwegs sind. Daher vertreten wir den Standpunkt, dass alle in der SAC Führerliteratur beschriebenen Routen erlaubt bleiben sollen. Im Ausland gibt es keine solchen Weg- und Routengebote. Ein Reiz des Gebietes ist es, dass noch Touren abseits der überlaufenen Normalrouten möglich sind. In einem Naturpark wäre dies möglich!

Auf die offizielle, schriftliche, umfassende Stellungnahme unserer Sektion vom Januar 2016 zur Charta hat uns Pro Adula nur den Erhalt bestätigt. Ein Feedback ist bis heute ausstehend. Die Stimmberechtigten der zukünftigen Parkgemeinden werden sicher alle Vor- und Nachteile richtig zu gewichten wissen.

Arno Arpagaus

Präsident Sektion SAC Piz Terri
 
 
Quelle: http://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2016-11-21/unnoetige-auflagen-i...