Kommentar von Linus Livers: «I na resta gnanc stgaglias – i resta simplamain nagut – es bleibt ganz einfach nichts»

Na, uschia in Na vess jau mai spetgà. I ha dà dus criteris per derscher il parc Adula, betg avair avunda zona da coc ni d'avair dapli che quatter vischnancas che dian na. Uss èsi reussì als adversaris da cuntanscher omadus criteris per il na.

La dumonda sa tschenta: Daco n'èsi betg stà pussaivel da persvader la populaziun per il parc? L'uniun Parc Adula ha lavurà 16 onns vid questa materia, fatg nundumbraivlas orientaziuns, edì carnets e cudeschs dal Parc Adula – tut adumbatten.

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Deutsche Übersetzung:
 

“Es bleiben nicht einmal Sterne – es bleibt einfach nichts”

Nein, so ein Nein hätte ich nie erwartet. Es gibt zwei Kriterien den Parc Adula zu verhindern, über nicht genügend Kernzone zu verfügen oder wenn vier Gemeinden den Parc ablehnen. Jetzt haben die Gegner des Parcs beide Kriterien erreicht. 

Die Frage stellt sich: Wieso war es nicht möglich die Bevölkerung vom Parc zu überzeugen? Der Verein Parc Adula arbeitete 16 Jahre an der Materie, veranstaltete unzählige Informationen, druckte Prospekte und Bücher des Parc Adula – alles umsonst.

Man wollte einen Nationalpark Parc Adula verkaufen, welcher die Umwelt schützt und die Wirtschaft fördert. Diesen Spagat könnten die Promotoren der Bevölkerung nicht verkaufen. Das Eine oder das Andere hätte die Bevölkerung eher gekauft. Zusätzlich kamen Ankündigungen der Umweltverbände genau in der entscheidenden Phase, diesen Frühling, dazu. Zuerst gründen und dann schauen und wenn nötig Anpassungen vornehmen. So haben sie den Park proklamiert. Dieses Experiment von zuerst gründen und dann weiter entwickeln, wurde von der Bevölkerung aber nicht getragen. 

Die Unsicherheit war geboren. Gibt es in der Umgebungszone nun Restriktionen oder nicht? Wie wird die Organisation des Parcs interpretiert? Diese Unsicherheiten konnte der Verein Parc Adula nicht aus der Welt räumen, auch nicht mit der ständigen Repetition wie ein Mantra, dass es in der Umgebungszone keine Restriktionen geben werde. Das hat zum Schluss sogar zu einer eigenen Dynamik geführt und hat zum Hauptargument gegen den Parc avanciert. 

Und als ob es nicht schon genügend Unsicherheiten gegeben hätte, haben die Umweltverbände in Lausanne vor Bundesgericht gegen die Kraftwerke Zervreila gewonnen, welche Wasser von Vrin nach Vals überführen wollten. Und auch das Beschneiungsprojekt in Vals wurde durch die Einsprachen von Umweltverbänden ebenfalls ständig weiter verzögert. Die Resultate aus Vals und Vrin, sind offensichtlich das Ergebnisse was in den letzten Monaten gelaufen ist. 

Seit mehr als 16 Jahren wurde am Parc gearbeitet. Das was bleibt sind nicht einmal Sterne – es bleibt ganz einfach nichts.