Jägersektion Greina Sumvitg: "Für eine harmonische Zukunft zwischen Mensch, Tier und Natur"

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An der Generalversammlung der Jägersektion Greina Sumvitg wurde unter anderem auch das Thema Parc Adula diskutiert. Das Resultat der Abstimmung, die ausdrücklich schriftlich durchgeführt wurde, gibt ein sehr klares Bild wieder. Eine sehr grosse Mehrheit lehnt den Park klar ab. Dies, weil ein Parc Adula zusätzliche Verbote zu den zahlreichen neuen Gesetzen und Verordnungen bringt, die jedes Jahr in der Schweiz dazukommen. Die Verbote im Zusammenhang mit dem Parc Adula stören die bestehende Balance, die sich über Jahrhunderte zwischen Menschen, Wildtieren, Natur, Land- und Alpwirtschaft ergeben hat. Vom Wildtier aus gesehen, kann dieses nur verlieren. Ohne eine gut fundierte Regulierung der Wildbestände, wie sie durch das Amt für Jagd und Fischerei ausgeführt wird, entsteht eine Überpopulation, und eher früher als später kommt dann das grosse Wintersterben. Ob das dann ein Vorteil für die Wildtiere ist, dass sie an Schwäche und Hungertod eingehen wage ich zu bezweifeln. Des weiteren werden die Verbissschäden an den Schutzwäldern erheblich ansteigen, was zu mehr Kosten und mehr Lawinenverbauungen führt.

Die Schafe dagegen dürfen nicht mehr auf ihre bevorzugten Hochweiden in der Kernzone rein. Dafür sollen sie länger auf den tiefer gelegenen Weiden verbleiben, wo ein Halten der Tiere kaum möglich ist und das Gras schnell zu alt wird. Dies ist aus unserer Sicht weder ökologisch sinnvoll, noch für die frei lebenden Wildtiere ein Vorteil. Diese werden so durch die domestizierten Tiere aus ihrer natürlichen Umgebung verdrängt.

Ich glaube nicht, dass das im Interesse ist, weder von den Landwirten, noch von den Jägern oder Hirten, und auch nicht von anderen Naturfreunden.

Auch die Aussage, dass sich nichts in der Umgebungszone verändern wird, ist falsch! Beispielsweise in der Gemeinde Sumvitg wären alle Dörfer, Weiler und Maiensässhütten in der Umgebungszone und somit auch von den Neuregelungen betroffen. Und dabei wäre die Rechnung noch ohne die Naturschutzorganisationen wie „Pro Natura“ etc. gemacht. Solche Organisationen werden nach einem „Ja“ zum Parc Adula noch präsenter sein und keine Gelegenheit auslassen, um gegen Bau- wie auch andere Projekte zu rekurrieren. Wie die Kollaboration in solchen Fällen dann wäre, kann manch einer von uns eine Geschichte erzählen.

Und für all diejenigen, die auch an den Informationsabenden des Parc Adula waren und gesehen haben, wie die Parkvertreter auf manche Fragen keine Antwort hatten oder vielleicht keine Antwort haben wollten gibt es nur noch soviel zu sagen: Ich kaufe die Katze nicht im Sack, auch wenn sie noch so „schön verpackt“ ist!

Daher bitten wir Sie unser Anliegen zu unterstützen und im Interesse einer harmonischen Zukunft zwischen Mensch, Tier und Natur, den Parc Adula abzulehnen.
 

Hegeobmann der Jägersektion Greina, Sumvitg

Corsin Giger