Die Sportbahnen Vals stehen kritisch zum Parc Adula

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Anlässlich der Generalversammlung der Sportbahnen Vals AG vom 9. Oktober, stellte ein interessierter Aktionär die Frage nach der Position der Sportbahnen zum Parc Adula. Der Verwaltungsratspräsident Robert Berni beantwortete die Frage zwar nicht mit einer klaren Postion Ja oder Nein, er verwies aber darauf, das die Haltung des VR zwischen den Zeilen deutlich heraus zu lesen sei.

Seinen Aussagen war klar zu entnehmen, dass die Ausgangslage sehr schwammig sei und man sich nicht sicher sein könne, welche Auflagen und Bedingungen für die Zukunft gelten werden. Man müsse aber davon ausgehen, dass ein Ausbau von Infrastrukturen zukünftig durch den Parc noch schwieriger werde, als dies heute schon der Fall sei. Er führte aus, dass man nur mit sehr guten Projekten überhaupt eine Chance hätte. Dies wäre selbstverständlich jeweils mit bedeutenden Zusatzkosten verbunden. 

Einschlägige Erfahrungen mit Naturschutzorganisationen

Die Sportbahnen Vals AG verfügen bereits über einschlägige Erfahrungen in Bezug mit der Realisation von Infrastrukturprojekten und Einsprachen durch Umweltschutzverbände. Das Kleinkraftwerk, welches im Ganni-Tobel bei Leis projektiert ist, wird seit Jahren durch verschiedene Verbände blockiert. Dies obwohl bereits Zusatzmassnahmen geplant und beschlossen worden sind, um die Anlage möglichst umwelt- und landschaftsschonend zu bauen. 

Vielen Aktionären scheinen zur Meinung gekommen zu sein, dass es schon Regeln und Einschränkungen zur Genüge gebe und es für Vals ein Fehler wäre, einem Park zuzustimmen. Es kann nicht im Interesse von Randregionen und deren Unternehmungen sein, wenn man zusätzlich zu den bereits bestehenden Nachtteilen in periphären Regionen, diese noch durch ideologische begründete Auflagen gefährdet. 

Es geht um mehr als einen Turm

In den sozialen Medien wurde auf der Facebook-Seite "Nein, No, Na Parc Adula" vom Benutzer Idea Parc Adula folgende Meinung geteilt: "i cittadini di Vals evidentemente dovranno decidere: o il parco o la torre ... " Das bedeutet auf Deutsch übersetzt: "Die Valser Stimmbürger müssen entscheiden: Turm oder der Park." Diese Aussage ist nicht neu und wird von Befürwortern des Parks immer wieder genannt. Es ist eine Ansage, welche die totalitäre Haltung der Befürworter der Park-Idee bestens unterstreicht. 

Die Naturschutzorganisationen beweisen bereits heute, dass es fast unmöglich ist, Projekte noch innert nützlicher Frist und mit überschaubaren Kosten zu realisieren. Das wird in einem Parc Adula noch viel schwieriger. Wie bekannt ist, hat Pro Natura bereits klare Ankündigungen gemacht und offen gelegt, dass alles dafür angelegt ist, nach einer Annahme die Zügel straffer zu ziehen. 

Es geht für Vals und den ganzen Perimeter um weitaus mehr als um einen Turm. Denn ganz egal wie man zum Projekt "Femme de Vals" steht, gilt die Feststellung, dass nicht nur touristische Leuchttürme unter einem Parc-Adula-Regime nicht mehr vorstellbar sind. Es geht auch darum, dass der Ausbau touristischer Basis-Angebote sich dermassen erschweren wird, dass dies unserer Region nicht mehr Touristen bringen wird, sondern wir die Bestehenden langfristig aufgrund Innovations- und Investitionsstau nicht mehr werden halten können. 

 

Martin Loretz
Zürich, Vals