Mitteilung vom 27. November 2016 zum Aus für den Parc Adula

Alle Gemeinden mit Kernzonenanteil – ausser Hinterrhein mit Kernzone beim Panzerschiessplatz – haben das Projekt Adula-Park abgelehnt. Das unterstreicht die Sinnlosigkeit von sterilen Kernzonen im Hochgebirge, wo bereits alles geschützt ist. Die Schaffung dieses Verbots-Riegels entlang dem Alpenkamm empfanden die Tessiner und Bündner als faktische Enteignung. 

In unseren Dörfern mussten die Leute mit der Faust im Sack zusehen, wie ein Parkverein mit öffentlichen Geldern einen amerikanisch anmutenden Abstimmungskampf finanzieren konnte. Ein zweistelliger Millionenbetrag wurde in sechzehn Jahren verschleudert. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der missbräuchlichen Verwendung öffentlicher Gelder.

400 Seiten Kleingedrucktes machten das Adula-Park-Projekt zu einem unheimlichen Unterfangen. Eine Mogelpackung wurde als grosse Chance für den Tourismus in der Region verkauft. 

Man hat während sechzehn Jahren über die Köpfe der Einheimischen hinweg geplant und zum Schluss versucht, uns Berglern einzureden, wir hätten das so gewollt. Das Verdikt des Volkes legt eindrücklich Zeugnis für dieses undemokratische Vorgehen ab. Es ist für die Region keine Perspektive, in einem Reservat zu leben, wo die Bewohner mit Park-Beiträgen bei Laune gehalten werden.

Unser Gemeingut ist die Treue zum Ort – wir glauben an eine prosperierende Zukunft in unseren Bergtälern.

 

Das Nein-Komitee